"Sauberes Wasser aus der Region ist Glück und Segen"

Wasserzweckverband Bernloher Gruppe feierte 50-jähriges Bestehen mit Festakt

Zeitgleich mit dem Bernloher Backofenfest veranstaltete der Zweckverband zur Wasserversorgung der Bernloher Gruppe zum 50-jährigen Bestehen einen Tag der offenen Türe. Mit mehreren Führungen bekamen die Besucher einen Einblick in die Technik der Wasserförderung und -aufbereitung.

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Wie wichtig sauberes Wasser ist, wurde beim Jubiläum des Wasserzweckverbandes Bernloher Gruppe bei den Führungen durch das Wasserwerk deutlich.

Der Gmünder Adler brachte die Besucher zum Wasserwerk. Zum Festakt mit Ehrengästen hatte Roths Bürgermeister Ralph Edelhäußer eingeladen, und wer nicht mit dem Adler fahren wollte, erreichte das Wasserwerk beim gemütlichen Spaziergang.

In einem kurzen Abriss informierte Edelhäußer über die Historie des Wasserzweckverbands. 1963 habe der Gemeinderat von Bernlohe beschlossen, eine zentrale Wasserversorgung zu bauen. Dieser Beschluss sei die Grundlage für die Gründung des Zweckverbands gewesen.

Die beiden Bürgermeister, Konrad Winkler von Bernlohe und August Haarländer von Georgensgmünd hätten den Zweckverband gegründet. Mit Blick auf die Zukunft hätten die Gemeinden Belmbrach, Wallesau, Petersgmünd und Rittersbach den Beitritt geschlossen. So habe der Zweckverband den neuen Namen „Zweckverband zur Wasserversorgung der Bernloher Gruppe“ erhalten.                      

Mit fünf Brunnen versorge der ZV heute die Rother Ortsteile Barnsdorf, Kiliansdorf, Obersteinbach, Unterheckenhofen, Untersteinbach und Wallesau, die Gmünder Ortsteile Mauk, Oberheckenhofen, Obermauk, Petersgmünd und Wernsbach sowie den Campingplatz Wallesau und Otto-Lilienthal-Kaserne.

Stellvertretender Landrat Walter Schnell gratulierte zum Jubiläum. Dies sei ein Anlass, zurück- und nach vorne zu blicken. Der Verband trage Verantwortung für die Menschen, damit sie gesundes und sauberes Wasser haben. Die Menschen vor 50 Jahren hätten die wichtigen Dinge zur Grundversorgung der Menschen angepackt. „Es ist ein Segen und ein Glück, dass wir heute noch sauberes Wasser aus der Region haben“, so Schnell, „die Wasserversorgung wird kritischer, schwieriger und problematischer.“ Die Nachhaltigkeit zu sichern sei die Aufgabe. Auch kleinere Anbieter wie der Zweckverband Bernlohe bräuchten staatliche Unterstützung. „Es ist nicht sicher, dass die kleinen Versorger bestehen können“, verwies er auf Gefahren, wenn kommerzielle Anbieter das Sagen haben: „Dann steigt der Preis, das Netz verrottet und die Wasserqualität sinkt.“ Kommerzielle Anbieter übertrügen auch die Verluste auf die Steuerzahler.

Unterstützt wurde er von Abteilungsleiter Klaus Winkelmeier: „Die Verwaltungsstruktur ist kleinräumig, überschaubar und in kommunaler Hand — so soll es bleiben.“ Für den ZV Bernlohe seien 320 000 Kubikmeter Wasser genehmigt, er brauche aber nur 210 000 Kubikmeter. „Die Wasserqualität ist konstant hervorragend und der Wasserpreis passt.“ Das medizinische Gesamturteil laute: „Ohne Befund.“ Er hoffe, „dass die glückliche Situation so weitergeht und dass es möglichst wenige Störungen gibt.“                  

Nach den Reden gab es ein witziges „Wasser-Quiz“, dann führten Wasserwart Georg Katheder und Rainer Gußner die Besucher durch das Wasserwerk und informierten über Wasserförderung und -aufbereitung.